Chasidim

SEIN LIED WIRD NICHT VERSTUMMEN *

 

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Gerrit van Honthorst (1590-1656), King David Playing the Harp (1611), Centraal Museum Utrecht, Holland

 

Eine Gewissensfrage: Gibt es so etwas wie – Jüdische Musik -?
Wenn ja: Was ist das? Ist es Klezmer? Chassidischer Nigunim? Spanische Romanceros, jiddische Lieder, die synagogalen Gesänge, die Psalmen?
Und: Kann klassische Musik jüdisch sein? Liegt es am Komponisten? Ist die Musik jüdisch, wenn der Komponist jüdisch ist? Oder liegt es an den von ihm/ihr verwendeten Themen?

Eine kleine Spurensuche:

Musik spielte eine wichtige Rolle im Leben der alten Hebräer. Genau wie die meisten östlichen Völker waren sie sehr musikalisch. Musik, Tanz und Gesang waren für sie sehr wichtig: sowohl im täglichen Leben als auch in den synagogalen Diensten. Man bespielte auch verschiedene Instrumente: So nahm eine der Frauen von Salomon mehr als tausend verschiedene Musikinstrumente aus Ägypten mit.

Nach der Zerstörung des Tempels verschwanden – bis auf die Schofar – alle Instrumente aus den Synagogen und kehrten erst im XIX Jh. zurück.

Es existiert leider wenig geschriebene Musik von vor 1700. Jedoch wird 1917 das bis heute älteste, bekannte Musikmanuskript gefunden – es datiert aus ± 1100.

                                               KOL NIDRE

 

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Das bekannteste Gebet aus der jüdischen Lithurgie ist unzweifelhaft Kol Nidre: Bitte um Vergebung und um Nichtigkeitserklärung aller Gelöbnisse gegenüber Gott und sich selbst, die man während des abgelaufenen Jahres auf sich genommen hat.

Das Gebet soll noch vor der Verwüstung des Tempels entstanden sein, aber es bestehen auch Legenden, die den Ursprung des Gebets in die Hände der Marranen legen (spanische Juden, die sich unter dem Zwang der Inquisition zum katholischen Glauben bekehrten, aber im Herzen Juden blieben). So wurde um Vergebung gebeten für die unter Zwang gemachten Gelöbnisse.

Sicher ist, dass Rabbi Jehuda Gaon schon in 720 das Kol Nidre in seiner Synagoge in Sura einführte. Es ist auch ein Fakt, dass die Melodie, wie wir sie kennen, einige Verwandtschaft zeigt mit einem bekannten katalanischen Lied. Im Laufe der Jahre wird es durch verschiedene Vorsänger bearbeitet, die bekannteste Version stammt aus 1871 und ist von Abraham Baer.

Die Melodie wurde eine Inspirationsquelle für viele Komponisten: Das bekannteste ist das Werk für Cello und Orchester von Max Bruch.

 

 

 

Die Motive von Kol Nidre finden wir auch in der Symphonie von Paul Dessau und im fünften Teil des Streichquartetts op. 131 von Ludwig van Beethoven. Und dann dürfen wir auch das „Kol Nidre“ von Arnold Schönberg für Sprechstimme, Chor und Orchester nicht vergessen. Er komponierte es im Jahr 1939, im Auftrag einer jüdischen Organisation.

http://www.schoenberg.at/index.php/de/joomla-license-sp-1943310035/kol-nidre-op-39-1938

 

                                                     EINFLÜSSE


Jüdische Volksmusik ist nicht unter einen Nenner zu bringen und kennt eine Vielzahl von Traditionen: Nach ihrer Zerstreuung landeten die Juden in verschiedenen Teilen Europas, Asien und Afrika.

Die größte Entwicklung der eigenen Kultur manifestierte sich, merkwürdig genug, in den Zentren, wo Juden die wenigsten Freiheiten hatten. Jüdische Volksmusik war daher eigentlich Musik des Ghettos. Dort wo Juden einigermaßen in Freiheit lebten, „verwischte“ sich ihr eigenes „Ich“.

In den Ländern rundum das Mittelmeer wohnten die sogenannten Sephardim (von Sfarad, hebräisch für Spanien). Ihre Romanceros sangen sie in Ladino, eine Art geschundenes Spanisch. Nach ihrer Vertreibung aus Spanien und später aus Portugal wurden sie beeinflusst durch die Musik ihres neuen Gastlandes.

“Por Que Llorax Blanca Nina”(Sephardisches Lied aus Sarajevo) Jordi Savall, Montserrat Figueras:

 

In Ländern wie Polen und Russland lebten Juden in fortwährender Angst vor Verfolgungen, die nicht selten in Pogromen ausarteten. Als eine Art „Gegenreaktion“ entstand der Chassidismus, eine Bewegung, die auf Mystizismus, Spiritualität und magischen Doktrinen basierte. Er verkündete die Lebensfreude, eine Art Glückseligkeit, die durch Mittel von Musik, Tanz und Gesang erreicht werden konnte. Alleine so konnte der direkte Kontakt mit Gott erreicht werden. Chassidische Musik wurde stark beeinflusst durch polnische, russische und ukrainische Folklore. Später auch die Musik von Vaudevilles und Walzer von Strauss. Der Charakter dieser Werke blieb jedoch jüdisch.

 Bratslav nigun – Jewish tune of Bratslav (by Vinnytsia), Ukraine:

Auf ihre Weise haben die chassidischen Melodien enormen Einfluss auf klassische Komponisten gehabt: Denken Sie nur alle an Baal Shem von Ernest Bloch oder Trois Chansons Hebraiques von Ravel.

 

                                               JOSEPH ACHRON

 

ZIJN LIED ZAL NIET VERSTOMMEN *

 Courtesy of the Department of Music, Jewish National & University Library, Jerusalem, Achron Collection.

Arnold Schönberg sagte einmal über ihn, dass er der meist unterschätzte, unter den zeitgenössischen Komponisten war. Er rühmte seine Originalität und war sich sicher, dass seine Musik einen absoluten Ewigkeitswert hat.

Der bewanderte Violinenliebhaber kennt unzweifelhaft seine Hebrew Melody: eine sehr beliebte Zugabe aus dem Repertoire von so manchem Violinisten, beginnend mit Heifetz. Das Werk ist inspiriert von einem Thema, das Achron einst in einer Synagoge in Warschau hörte, als er noch ein kleiner Junge war. Er schrieb es 1911, es war eine seiner ersten Kompositionen und zugleich seine Form von „Farbe zu bekennen“: Er wurde Mitglied der Vereinigung für jüdische Musik.

Seine Laufbahn als Komponist begann jedoch erst spät in den 20er Jahren. In St. Petersburg schloss er sich den Komponisten, die vereinigt waren in der „Neuen Jüdischen Schule“, an.

1924 reiste er einige Monate nach Palästina, wo er nicht nur auftrat, sondern auch alle Volksmusik sammelte, die er antraf. Die Notizen, die er sich machte, wurden später in seinen Kompositionen verarbeitet. So findet man in seinem Violinenkonzert op. 30 einzelne jemenitische Themen. In den 30er Jahren flüchtete er, genau wie Schönberg, Korngold und viele andere jüdische Komponisten aus Europa nach Hollywood, wo er 1943 verstarb.

Josef Hassid spielt Jewish Melody von Achron:

 

                                               EIN EIGENER JÜDISCHER SOUND

Schon gegen Ende des 19. Jh. entstand in Petersburg (und später auch in Moskau) eine „Jüdische nationale Schule für Musik“. Die darin vereinigten Komponisten waren bestrebt Musik zu komponieren, getreu ihren jüdischen Wurzeln.

Außer Joseph Achron waren die wichtigsten Vertreter davon Michail Gnessin und Alexandr Krein. Ihre Musik war verankert in den jüdischen Traditionen von vorwiegend einer chassidischen „Nigun“ (Melodie).

Die Bewegung blieb nicht beschränkt auf Russland, denken Sie an den Schweizer Ernest Bloch und den Italiener Mario Castelnuovo-Tedesco, die auf der Suche nach ihren „Wurzeln“ einen vollkommen eigenen „jüdischen Stil des Komponierens“ entwickelt haben.

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Mario Castelnuovo-Tedesco

Synagogale Gesänge formten die Inspirationsquelle für u. a. Sacred Service von Bloch, Sacred Service for the Sabbath Eve von Castelnuovo-Tedesco Service Sacré pour le samedi matin von Darius Milhaud und The Song of Songs von Lucas Foss.

Milhaud: Service Sacré pour le Samedi Matin:


 

Mario Castelnuovo-Tedesco griff auch nach der alten hebräischen Poesie des Dichters Moses-Ibn-Ezra, die er für seinen Liederzyklus The Divan of Moses Ibn Ezra verwendete:


 

In den USA war es Leonard Bernstein, der sehr bewusst jüdische Themen in seiner Musik anwendete. (Symphonie Nr. 3, Dybbuk Suite, A Jewish Legacy):

 

Weniger bekannt sind Paul Schoenfield und sein prächtiges Altviolinenkonzert King David dancing before the ark. Und Marvin David Levy, der in seiner Kantate ’Canto de los Marranos’ sephardische Motive verwendete:

 

Der Argentinier Osvaldo Golijov (1960, La Plata) weiß in seinen sowohl klassischen als auch in Filmkompositionen, jüdische lithurgische Musik und Klezmer mit den Tangos von Astor Piazzolla zu kombinieren. Er arbeitet oft mit dem Klarinettisten David Krakauer und für das Kronos Quartett hat er ein sehr intrigierendes Werk ‘The Dreams and Prayers of Isaac the Blind’ komponiert:


 

                                               DMITRI SCHOSTAKOWITSCH

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Was für Gründe der nicht jüdische Sjostakowitsj hatte, um jüdische Elemente in seiner Musik zu verwenden, ist nicht komplett deutlich, aber es brachte in jedem Fall prächtige Musik hervor. Sein Piano trio op. 67 schrieb er schon 1944. Bei der ersten Aufführung davon, musste der letzte, der “Jüdische Teil” wiederholt werden. Es war zugleich das letze Mal, dass es während des Stalinismus gespielt wurde.

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1948 komponierte er einen Liederzyklus für Sopran, Mezzosopran und Tenor „Aus der jüdischen Volkspoesie“ – inzwischen schon viele Male aufgenommen und (zurecht!) sehr geliebt.

Alte Melodia Aufnahme des Zyklus:

1962 komponierte er die 13. Symphonie die Babi Jar, auf der Grundlage eines Gedichts von Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko. Babi Jar ist der Name einer Schlucht in Kiew. 1941 wurden dort durch die Nazis mehr als 100.000 Juden ermordet:

 

1990 wurde die Stiftung The Milken Archive of American Jewish Music gegründet, um alle Schätze der jüdischen Musik, entstanden im Laufe der amerikanischen Geschichte, aufzunehmen. Das Archiv besteht inzwischen aus (unter anderem) mehr als 700 aufgenommenen Musikwerken, verteilt auf 20 Themen. Die CDs werden weltweit vertrieben durch ein Budgetlabel Naxos. Niemand, der an jüdischer Musik interessiert ist (und an deren Geschichte), kommt daran vorbei.

* Dieser Satz steht auf dem Erinnerungsstein, der auf dem Friedhof Muiderberg aufgestellt wurde, zum Gedenken an den durch die Nazis ermordeten Dirigenten Sam Englander und seinen Amsterdamer jüdischen Chor der großen Synagoge.

Deutsche übersetzung: Beate Heithausen

Originele artikel in het Nederlands:
ZIJN LIED ZAL NIET VERSTOMMEN *

 

 

 

 

 

 

ZIJN LIED ZAL NIET VERSTOMMEN *

Een gewetensvraag: bestaat er zoiets als Joodse muziek? Zo ja: wat is het? Is het de klezmer?  De chassidische nigoenim? De Spaanse romanceros, de Jiddische liedjes, de synagogale gezangen, de psalmen? En: kan klassieke muziek Joods zijn? Ligt het aan de componist? Is de muziek Joods als de componist Joods is? Of ligt het aan de door hem/haar gebruikte thema’s? Een kleine zoektocht.

Muziek speelde een belangrijke rol in het leven van de oude Hebreeërs. Net als de meeste volkeren van het Oosten waren zij zeer muzikaal en muziek, dans en gezang waren voor hen van groot belang: zowel in het dagelijkse leven als in de synagogale diensten. Men bespeelde ook verschillende instrumenten: zo nam één van de vrouwen van Solomon meer dan duizend verschillende muziekinstrumenten uit Egypte mee.

Na de vernietiging van De Tempel verdwenen – op de sjofar na – alle instrumenten uit de synagogen en pas in de XIX eeuw keerden zij er terug.

Er bestaat helaas weinig geschreven muziek van voor het jaar 1700. Wel werd in 1917 het tot nu toe oudst bekende muziekmanuscript gevonden – het dateert van ±  1100.

 KOL NIDRE

Het bekendste gebed uit de joodse liturgie is ongetwijfeld Kol Nidre: verzoek om vergeving en om nietigverklaring van alle geloften gedaan jegens God en jegens zichzelf die men gedurende het afgelopen jaar op zich heeft genomen.

Het gebed zou nog voor de verwoesting van de Tempel zijn ontstaan, maar er bestaan ook legenden die de oorsprong van het gebed in de handen leggen van de Maranen (Spaanse Joden, die zich onder dwang van de inquisitie tot het katholieke geloof bekeerden, maar in het hart Joods bleven): zo werd de vergeving gevraagd voor de gedwongen gemaakte geloftes.

Zeker is dat Rabbi Jehuda Gaon al in 720 de Kol Nidre introduceerde in zijn synagoge te Sura. Het is ook een feit dat de melodie, zoals wij die kennen, enige verwantschap vertoont met een bekend Catalaans lied. In de loop der jaren werd het door verschillende voorzangers bewerkt, de bekendste versie stamt uit 1871 en werd gemaakt door Abraham Baer.

De melodie  werd een inspiratiebron voor vele componisten: de bekendste ervan is het werk voor cello en orkest van Max Bruch.

De motieven van Kol Nidre vinden wij ook in de symfonie van Paul Dessau en in het vijfde deel va het strijkkwartet op. 131 van Ludwig van Beethoven. En dan moeten wij ook het “Kol Nidre” van Arnold Schönberg voor spreekstem, koor en een orkest niet vergeten. Hij componeerde het in 1939, op bestelling van een van de Joodse organisaties.

http://www.schoenberg.at/index.php/de/joomla-license-sp-1943310035/kol-nidre-op-39-1938


INVLOEDEN

Joodse volksmuziek is niet onder één noemer te brengen en kent een tal van tradities: na hun verstrooiing belandden Joden in verschillende delen van Europa, Azië en Afrika.

De grootste ontwikkeling van de eigen cultuur manifesteerde zich merkwaardig genoeg in de centra, waar Joden de minste vrijheid hadden. Joodse volksmuziek was dus eigenlijk muziek van het getto. Daar, waar Joden in een redelijke vrijheid leefden, vervaagde hun eigen “ik”.

In de landen rondom de Middellandse Zee woonden de zgn. Sefardim (van Sfarad, Hebreeuws voor Spanje). Hun romanceros zongen zij in het ladino, een soort verbasterd Spaans. Na hun verdrijving uit Spanje en later uit Portugal werden zij beïnvloed door de muziek van hun nieuwe gastland.

Hieronder: ‘Por Que Llorax Blanca Nina’, een Sefardisch lied uit Sarajevo

In landen zoals Polen en Rusland leefden Joden in een voortdurende angst voor vervolgingen die niet zelden ontaardden in pogroms. Als een soort “tegenreactie” ontstond er het chassidisme, een beweging die gebaseerd was op het  mysticisme, spiritualisme en magische doctrines. Het verkondigde de levensvreugde, een soort van gelukzaligheid, die bereikt kon worden door middel van muziek, dans en gezang. Alleen zo kon het directe contact met God bereikt worden. Chassidische muziek werd sterk beïnvloed door de Poolse, Russische en Oekraïense folklore. Met later ook de muziek van vaudevilles en de walsen van Strauss. Het karakter van de werken bleef echter Joods.

Bratslav nigun – Jewish tune of Bratslav (by Vinnytsia), Ukraine:

Op hun beurt hebben de chassidische melodieën enorme invloed op klassieke componisten gehad: denk alleen al aan Baal Shem van Ernest Bloch of  Trois chansons hebraïques van Ravel.

Hieronder: Isaac Stern speelt ‘Baal Shem’ van Bloch:

   JOSEPH ACHRON

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Courtesy of the Department of Music, Jewish National & University Library, Jerusalem, Achron Collection.

Arnold Schoenberg zei ooit over hem, dat hij de meest onderschatte onder de hedendaagse componisten was. Hij roemde zijn originaliteit, en was er zeker van dat zijn muziek een absolute eeuwigheidswaarde had. Toch is Joseph Achron niet echt beroemd geworden.

De doorgewinterde vioolliefhebber kent ongetwijfeld  zijn Hebrew Melody:  een zeer geliefde toegift uit het repertoire van menig violist, te beginnen met Heifetz. Het werk is geïnspireerd op een thema die Achron ooit in een synagoge in Warschau hoorde toen hij

nog maar een kleine jongen was. Hij schreef het in 1911, het was één van zijn eerste composities en tevens zijn ‘kleur bekennen’: hij werd lid van de Vereniging voor de Joodse Muziek.

Zijn loopbaan als componist begon echter pas in de jaren twintig. In St. Petersburg sloot hij zich aan bij de componisten die verenigd waren in de “Nieuwe Joodse School”. In 1924 maakte hij reis van enkele maanden naar Palestina, waar hij niet alleen optrad, maar ook  alle volksmuziek verzamelde, die hij tegenkwam. De aantekeningen die hij toen maakte, werden later in zijn composities gebruikt, zo zijn er in zijn vioolconcert op. 30 enkele Jemenitische thema’s te bespeuren. In de jaren dertig vluchtte hij, gelijk Schoenberg, Korngold en veel andere Joodse componisten uit Europa, naar Hollywood, waar hij in 1943 overleed.

Jossif Hassid speelt Jewish Melody van Achron:

 EEN EIGEN JOODS GELUID

Al tegen het einde van de negentiende eeuw ontstond er in Petersburg (en later ook in Moskou) een Joodse nationale school van de muziek. De componisten erin verenigd trachtten muziek te componeren, die trouw zou zijn aan hun Joodse wortels.

De belangrijkste vertegenwoordigers ervan waren, behalve Joseph Achron, Michail Gnessin en Alexandr Krein.Hun muziek was verankerd in de Joodse tradities van voornamelijk een chassidische nigoen (melodie).

De beweging bleef niet beperkt tot Rusland, denk aan de Zwitser Ernest Bloch en de Italiaan Mario Castelnuovo–Tedesco die op zoek naar hun roots een volkomen eigen, ‘Joodse stijl van componeren’ hebben ontwikkeld.

Synagogale gezangen vormden inspiratiebron voor o.a. Sacred Service van Bloch, Sacred Service for the Sabbath Eve van Castelnuovo-Tedesco, Service Sacré pour le samedi matin van Darius Milhaud en The Song of Songs van Lucas Foss.

Hieronder Darius Milhaud: Service Sacré pour le Samedi Matin


Castelnuovo-Tedesco greep ook naar de oude Hebreeuwse poëzie van de dichter Moses-Ibn-Ezra, die hij gebruikte voor zijn liederencyclus The Divan of Moses Ibn Ezra:


 In USA was het (onder anderen) Leonard Bernstein, die heel bewust joodse thema’s in zijn muziek ging toepassen (3e symfonie, Dybbuk Suite, A Jewish Legacy).

Minder bekend zijn Paul Schoenfield en zijn prachtige altvioolconcert King David dancing before the ark:

 

En Marvin David Levy die sefardische motieven gebruikte in zijn cantate ’Canto de los Marranos’:

De Argentijn Osvaldo Golijov (1960, La Plata) weet in zijn – zowel klassieke als filmcomposities Joodse liturgische muziek en klezmer met de tango’s van Astor Piazzolla te combineren. Hij werkt vaak met de klarinettist David Krakauer en voor het Kronos Quartet heeft hij een zeer intrigerend werk ‘The Dreams and Prayers of Isaac the Blind’ gecomponeerd:


 

  DMITRI SJOSTAKOWITSJ

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Wat voor reden de niet Joodse Sjostakowitsj had om joodse elementen in zijn muziek te gebruiken is niet helemaal duidelijk, maar het leverde in ieder geval prachtige muziek op. Zijn piano trio op.67 schreef hij al in 1944. Bij de eerste uitvoering ervan, moest de laatste, het ‘Joodse deel’ herhaald worden. Het was tevens de laatste keer dat het gespeeld werd tijdens het stalinisme.

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In 1948 componeerde hij een liederencyclus voor sopraan, mezzosopraan en tenor Uit de Joodse Volkspoëzie – inmiddels al vele malen opgenomen en (terecht!) zeer geliefd.

Oude Melodia opname van de cyclus:

In 1962 componeerde hij de 13esymfonie de Babi Jar, naar en gedicht van Jevgenij Jevtoesjenko Babi Jar is de naam van een ravijn in Kiev. In 1941 werden er door de nazi’s meer dan 100.000 Joden vermoord.


In 1990 werd de stichting The Milken Archive of American Jewish Music opgericht om alle schatten van de Joodse muziek, ontstaan in de loop van de Amerikaanse geschiedenis, op te nemen. Het archief bestaat inmiddels uit (onder andere) meer 700 opgenomen muziekwerken, verdeeld in 20 thema’s.

De cd’s worden wereldwijd gedistribueerd door een budgetlabel Naxos. Niemand, die geïnteresseerd is in de (geschiedenis van) Joodse muziek kan daar omheen.

* Deze zin staat vermeld op de herinneringssteen, die op de begraafplaats Muiderberg is geplaatst, ter nagedachtenis aan de door de nazi’s vermoorde dirigent Sam Englander en zijn Amsterdamse Joodsche Koor van de Grote Synagoge

Deutsche übersetzung: SEIN LIED SOLL NICHT VERSTUMMEN *